Vita

Akademische Ausbildung

Pflegedienst:

1976 - 1977
Kreiskrankenhaus Mechernich

Studium
1977 - 1982
Humanmedizin Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

1982 - 1983
Praktisches Jahr Kreiskrankenhaus Mechernich

Approbation 04.05.1983
Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Promotion 15.05.1985
Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn „Ergebnisse der Leberechinococcuschirurgie der Chirurgischen Universitätsklinik und Poliklinik Bonn“

Beruflicher Werdegang:

1983 - 1987

Chirurgische Abteilung Marienhospital Bottrop
Chefarzt Dr. G. Hennrich
Assistenzarzt

1987 - 1989

Chirurgische Klinik Marienhospital Herne
Ruhruniversität Bochum
Direktor Prof. Dr. W. Brinkmann
Assistenzarzt

1989 - 1996

Chirurgische Abteilung
Marienhospital Gelsenkirchen
Akademisches Lehrkrankenhaus Universität Essen
Prof. Dr. H. Kohaus
Oberarzt

seit 1997

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Koloproktologie, MIC-Zentrum
St. Marien-Hospital Oberhausen
Katholisches Klinikum Oberhausen gGmbH
Akademisches Lehrkrankenhaus Universität Essen-Duisburg
Chefarzt

Weiterbildung:

24.06.1989 Facharzt für Chirurgie

12.09.1989 Rettungsarzt

25.02.1995 Schwerpunkt Viszeralchirurgie

09.11.1996 Bezeichnung Phlebologie

27.05.2000 Koloproktologie (BCD)

25.10.2007 Zusatzbezeichnung Proktologie ÄKNO

Spezielle Viszeralchirurgie

Mitgliedschaften:

seit 1984
Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC)

seit 1986
Vereinigung Niederrheinisch-Westfälischer Chirurgen

seit 1987
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGC)

seit 1996
Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Coloproktologie (CACP)

seit 1997
Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V. (VLK)

seit 1998
Konvent der Leitenden Krankenhauschirurgen (KLK)

seit 1998
Deutsche Gesellschaft für Viszeralchirurgie (DGVC)

seit 1998
Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie e.V. (DGKP)

seit 1997
Ambulantes Hospiz Oberhausen e.V.
Vorstandmitglied 1997-2010

seit 27.05.2000
Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands e. V.

seit 2000
Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für
Minimal Invasive Chirurgie (CAMIC)

seit 2001
European Association for Endoscopic Surgery
and other interventional techniques (E.A.E.S.)

seit 05.10.2001
Interessengemeinschaft Akademischer Berufe

seit 2002
Ärzteverein Bottrop e.V.

seit 2002
Onkologischer Arbeitskreis Oberhausen e.V.

seit 2003
Vereinigung der Koloproktologen an Rhein und Ruhr (VKRR)
Vorstandsmitglied und Schriftführer

seit 2003
Chirurgische Arbeitsgemeinschaft
für Endokrinologie (CAEK)

seit 2003
Gesellschaft für Inkontinenzhilfe e.V. (GIH)

seit Oktober 2003
Mitglied des 1. FC Köln

seit 2007
Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für
Leber - Galle - Pankreas (CALGP)

seit 2007
Chirurgische Arbeitsgemeinschaft
oberer Gastrointestinaltrakt (CA-OGI)

seit 2010
Chirurgische Arbeitsgemeinschaft
für Adipositas (CA-ADIP)

seit 2010
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie der Adipositas e.V. (DGCA)
Mitgliedsorganisation der International Federation for Surgery of Obesity (I.F.S.O.)

seit 2011
Fachexperte Darmkrebs – Auditor OnkoZert der Deutschen Krebsgesellschaft

seit 2016
Vorstand der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Coloproktologie (CACP)

seit 2018
Assoziation Chirurgische Onkologie (ACO)

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Divertikulose / Divertikulitis

Divertikulose / Divertikulitis – eine Volkskrankheit

Die Divertikulose ist eine der häufigsten Erkrankungen älterer Menschen in den Industrieländern. Ca. 30 % der Menschen haben mit 60 Jahren Divertikel im Darm, 60 % mit über 80 Jahren.

Es handelt sich um eine Ausstülpung in der Darmwand, die meist im Sigma auftritt. Als Ursache wird die ballaststoffarme Ernährung angesehen, oft begleitet von einer chronischen Verstopfung. Durch erhöhten Innendruck bilden sich die Ausstülpungen in der Darmwand. In der Regel verläuft die Divertikulose harmlos ohne Symptome.

Verbleiben Stuhlreste in den Divertikeln, kann es zu einer Entzündung kommen. Dann spricht man von einer Divertikulitis. Symptome sind der Schmerz und evtl. Fieber. In der Regel bilden sich die Beschwerden unter Nahrungskarenz und der Gabe eines Antibiotikums zurück.

Unbehandelt kann es zu Komplikationen kommen. Dann können sich die ganze Darmwand und die Umgebung entzünden. Es kommt zum Abszess und im schlimmsten Fall zu einer Perforation des Darmes mit nachfolgender Bauchfellentzündung (Peritonitis). Oft ist dann eine Notfalloperation erforderlich.

Bei der chronischen Divertikulitis mit immer wiederkehrenden Entzündungschüben und Vernarbung der Wand mit Engstellung kann eine Operation notwendig werden bei chronischen krampfartigen Beschwerden aufgrund einer narbigen Engstellung.

Die Operation erfolgt in der Regel als minimal-invasiver Eingriff („Schlüsselloch-Operation“ = MIC). Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Marien-Hospital ist zertifiziertes MIC-Zentrum. Hier werden die Darmoperationen in der Regel minimal-invasiv operiert. Die Vorteile liegen in der kürzeren Verweildauer und geringeren Schmerzen. Außerdem bildet sich seltener ein Narbenbruch.

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Analfistel

Analfistel

Ein Analabszess ist oft die Folge einer Analfistel. Aber auch Fisteln ohne Abszesse sind denkbar. Dabei fällt eine kleine Öffnung in der Analregion auf, die meist seit längerer Zeit Flüssigkeit absondert.

Nach Eröffnen eines Abszesses ist oft eine Fistel nachweisbar. Dies ist ein mit Entzündungsgewebe ausgekleideter Gang, der in der Regel vom Afterkanal (d.h. innen) nach außen (in den Bereich des Abszesses) reicht.

Die Ursachen solcher Fisteln sind unklar und nicht durch die Lebensumstände des Patienten (wie z.B. Hygiene, Stuhlgangsverhalten, etc.) zu beeinflussen. Eine chronische entzündliche Darmerkrankungen v.a. der Morbus Crohn kann eine mögliche Ursache der Fistelerkrankung sein. In der Regel entstehen Fisteln aber aus Drüsen und Grübchen im Enddarmbereich (Kryptoglanduläre Fistel). Die Fistel verlaufen auf unterschiedliche Weise durch den Schließmuskel. Je mehr Schließmuskel die Fistel umfährt desto aufwendiger ist die Behandlung.

Die Diagnose um welche Art Fistel es sich handelt wird meist in einer kurzen Narkoseuntersuchung gestellt. Hilfreich können aber auch ein MRT des Beckens oder eine Ultraschalluntersuchung des Enddarmes sein. Oft wird während einer Narkoseuntersuchung ein weicher Silikonfaden durch den Fistelgang gezogen (sog. Fadendrainage), um den Ablaufen des Sekretes zu ermöglichen. Dadurch soll eine möglichst entzündungsfreie Situation geschaffen werden, die für einen operativen Fistelverschluss eine Grundvoraussetzung darstellt.

Man unterscheidet verschiedene Fisteltypen:

- Subkutane / Subanodermale Fisteln verlaufen nur unter der Haut des Afterkanales und können einfach gespalten/durchtrennt werden. Dies bedeutet, dass der geschlossene Fistelgang in eine offene Rinne umgewandelt wird und so zur Abheilung kommen kann.

- Intersphinktäre Fisteln durchdringen nur den inneren, nicht den äußeren Schließmuskel und können ebenfalls meist durchtrennt werden, ohne dass eine Stuhlinkontinenz droht.

- Transsphinktäre Fisteln verlaufen durch beide Schließmuskelanteile. Nur wenn wenig Schließmuskel umfahren wird kommt die einfache Durchtrennung in Frage. Andernfalls droht eine Stuhlinkontinenz. Oft sind technisch Anspruchsvolle Fistelverschlussoperationen (Plastischer Fistelverschluss mit sog. Flap, Fistelplug oder Durchtrennung und Wiederherstellung des Schließmuskels) erforderlich, um eine Heilung herbeizuführen.

- Supra- und extrasphinktäre Fisteln verlaufen oberhalb des Schließmuskels und sind selten. Oberhalb des Schließmuskels scheint zwar in Bezug auf die Kontinenz gut zu sein, eine Fistelverschlussoperation ist hier aber wegen der langen Fistelstrecke besonders schwierig.

Die Operationsverfahren zur Beseitigung der Fistel reichen von sehr einfachen (Spaltung) bis zu schwierigen Fistelverschlussoperationen. Der Fisteltyp ist hierbei entscheidend und die Planung und Durchführung einer solchen Operation bedarf einiger proktologischer Erfahrung.

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Sinus Pilonidalis (Steißbeinfistel)

Steißbeinfistel / Pilonidalsinus / Sinus pilonidalis

Sinus pilonidalis (von lat. pilus ‚Haar‘ und nidus ‚Nest‘) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die meist am Oberrand der Gesäßfalte (Rima ani) lokalisiert ist. Die Erkrankung hat nichts mit After und Enddarm, dem eigentlichen Spezialgebiet des Proktologen zu tun. Durch die räumliche Nähe wird sie aber trotzdem diesem Fachgebiet zugeordnet.

Die Ursache der Pilonidalfistel ist unklar, jedoch scheinen zwei Voraussetzungen erforderlich zu sein: Haare und eine (tiefe) Pofalte. Man geht heute davon aus, dass die Haare sich durch stetigen Druck nach „innen“ in die Haut bohren und dort eine Entzündungsreaktion auslösen. Dort unter der Haut können fistelartige Gänge und Höhlen entstehen, die mehr oder weniger stark zur Absonderung von Flüssigkeit und Eiter neigen.

In der akuten Form kommt es zu eitrigen Entzündung d.h. einem Steißbeinabszess. Die Steißbeinfisteln äußern sich durch wiederkehrende Schwellung am Oberrand der Gesäßfalte mit kleinen Öffnungen (Pori), die zeitweilig etwas nässen oder kurzzeitig etwas schmerzen.

Bei der abszedierten, akuten Form muss eine Entlastung des Abszesses erfolgen. Je nach Ausprägung kann dies „im Kleinen“ mittels eines Entlastungsschnitts von wenigen Zentimetern erfolgen oder als komplette Entfernung des entzündlichen Gewebes. Zusätzlich können bei der minimal-invasiven Behandlung auch die Pori im Verlauf der Pofalte mitentfernt werden (Pit- Picking). Der Vorteil dieser „kleinen“ Lösung ist die deutlich verkürzte Wundheilungsdauer im Gegensatz zu der einer großen Wunde. Zudem kann diese Operation auch ambulant durchgeführt werden.

Die Erfolgsaussichten der offenen Methode variieren und es werden Rezidivraten (Wiederauftreten der Erkrankung) von 20% - 50% angegeben.

Sollte diese Methode nicht zum Erfolg führen käme als nächster Schritt eine Operation nach Karydakis oder nach Limberg in Frage. Entscheidend ist hierbei das der Wundverschluss nicht in der Mittellinie d.h. im Verlauf der Pofalte liegt.

Die Nachbehandlung dieses „größeren“ Eingriffs erfordert einen Stationären Aufenthalt von 3-5 Tagen. In den ersten 2 Wochen sollte Sitzen und tiefes herunterbeugen vermieden werden.

Bei Fragen sprechen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde.

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Analabszess

Analabszess

Ein Analabszess ist eine stark schmerzhafte, eitrige Entzündung, die vom Enddarm ausgeht und sich meist bis unter die Haut ausbreitet. Dort ist sie oft neben dem After äußerlich erkennbar. Es gibt aber auch in der Tiefe liegende Befunde die von außen nicht getastet oder gesehen werden können. Die typischen Symptome sind Schmerzen, Fieber und ein deutlich reduziertes Allgemeinbefinden.

Die Diagnose ist in den meisten Fällen eine Blickdiagnose, in ausgewählten Fällen bedarf es einer proktologischen Untersuchung ggf. auch mit einer Ultraschalluntersuchung des Enddarmes.

Abszesse (Ursache sind nicht selten Analfisteln) beginnen oft am Oberrand des Afterkanales in den Analkrypten (Grübchen). Diese haben oft Anschluss an die sog. Proktodealdrüsen, die zwischen inneren und äußeren Schließmuskel liegen. Durch Eindringen von Darmkeimen entzünden sich die Drüsen und deren Gänge. Eine Fistel oder ein Abszess entsteht.

Es ist eine schnelle chirurgische Therapie erforderlich um eine Ausbreitung der eitrigen Entzündung und die damit einhergehender Schädigung des Gewebes (z.B. Schließmuskel) zu verhindern.

Dazu wird der Abszess in Vollnarkose breit eröffnet, die Wunde verbleibt offen. Dies soll sicherstellen, dass Eiter und Keime auch weiterhin abfließen können und es nicht zu einer erneuten Abszessbildung kommt.

Für gewöhnlich heilen diese Wunden innerhalb weniger Wochen aus der Tiefe heraus zu, dabei ist die Reinigung der Wunde durch regelmäßiges Ausduschen von entscheidender Bedeutung.

Die Kontrolluntersuchung nach ca. 3 Monaten in der proktologischen Ambulanz ist unbedingt notwendig, da sich relativ häufig sog. Analfisteln bilden können.

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