Darmkrebsmonat März

Männer sind die größeren „Koloskopie-Muffel“
Dabei ist die Untersuchung ein wichtiges Werkzeug, um die Erkrankungshäufigkeit an Darmkrebs zu senken
Der Monat März steht ganz im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Und das bereits zum 20. Mal. Nicht ohne Grund. Jährlich sterben allein in Deutschland 24.596 Menschen an den Folgen einer Darmkrebserkrankung. Dabei bestehen gute Heilungschancen, wird die Krankheit frühzeitig erkannt.
Dr. Franz-Josef Schumacher, Chefarzt der Klinik für Allgemeine und Spezielle Viszeralchirurgie, Koloproktologie und des Zentrums für minimal-invasive Chirurgie (MIC) am Philippusstift, beantwortet im Darmkrebsmonat März die wichtigsten Fragen zum Thema:
Gibt es Symptome für eine Darmkrebserkrankung?
Lange Zeit nicht. Deswegen ist die Vorsorgekoloskopie so wichtig. Besonders die Tumore in der rechten Seite des Dickdarmes machen erst spät Beschwerden. Oft fallen sie durch eine Anämie auf. Tumore, die im Enddarm liegen, führen zu hellroten Blutungen nach dem Stuhlgang. Häufig werden diese Blutungen ursächlich als Hämorrhoiden abgetan. Bei jeder Blutung sollte man eine proktologische Untersuchung und eine Darmspiegelung durchführen lassen. Das schlimmste Spätsymptom ist der Darmverschluss. Dann ist oft eine Notfalloperation erforderlich.
Kann ich familiär vorbelastet sein und sollte mich dann engmaschig untersuchen lassen?
Der Darmkrebs befällt zunehmend jüngere Menschen unter 50 Jahren. Dann ist eine genetische Untersuchung anzuraten. Bei familiärer Belastung sollte die Darmspiegelung vor dem 50.-ten Lebensjahr gemacht und alle 3 bis 5 Jahre wiederholt werden.
Ist eine Darmspiegelung schmerzhaft?
Mit dem Propofol haben wir ein Medikament, das den Schmerz bei der Untersuchung vollständig nimmt. Es wirkt sofort, die Dosis kann bei der Untersuchung unmittelbar angepasst werden. Der zweite Vorteil ist, dass es schnell wieder abgebaut wird. So sind die Patienten nur wenige Minuten nach der Untersuchung wieder ansprechbar, müssen aber nach der Untersuchung abgeholt werden.
Ab welchem Alter ist eine Darmspiegelung überhaupt sinnvoll?
Immer bei Beschwerden wie Krämpfe, Durchfall, Verstopfung oder Blutung und familiärer Belastung. Jeder Bürger kann sich ab dem 50.-ten Lebensjahr kostenfrei koloskopieren lassen. In ca. 20 Prozent

der Untersuchungen werden ein oder mehrere Polypen direkt bei der Spiegelung abgetragen. Das hat dazu geführt, dass die Erkrankungshäufigkeit an Darmkrebs sinkt. Leider ist die Bereitschaft in der Bevölkerung, besonders bei den Männern, noch lange nicht hoch genug.
Welche Informationen liefert der Stuhltest?
Die einfachen Stuhltests erkennen Hämoglobulin und haben eine Trefferquote von 60 bis 65 Prozent. Die teuren immunologischen Tests sind aussagekräftiger. Aber auch auf diese Tests ist kein Verlass.
Daher lautet mein Appell:
Gehen Sie bei Beschwerden jederzeit, ansonsten ab 50 Jahre, zur Darmspiegelung!

Pressemitteilung Contilia: FOCUS TOP-Ärzteliste 2020

Dr. Franz-Josef Schumacher zählt zur den Top-Medizinern in Deutschland                                                                                                                                                                                                                 

Chefarzt am Philipusstift für seine Leistungen im Bereich der Proktologie ausgezeichnet

„Das ist einfach Klasse! Eine Super-Auszeichnung für das Team im Philippusstift!“- so kommentiert KKE-Geschäftsführer Jens Egert das neueste bundesweite Ärzte-Ranking des Magazins Focus, in dem Dr. med. Franz-Josef Schumacher zu den Besten zählt. 

Der Chefarzt der Klinik für Allgemeine und Spezielle Viszeralchirurgie, Koloproktologie, MIC-Zentrum wurde im Fachbereich Proktologie (auch Enddarm- und Darmchirurgie genannt) ausgezeichnet. 

Hämorrhoiden, Analfisteln, Fissuren, Störungen der Kontinenz, Stuhlentleerungsstörungen – das sind für Patientinnen und Patienten häufig sensible und belastende Themen, über die nicht gerne gesprochen wird. „Um so wichtiger ist es, für die Patienten eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen und gleichzeitig die bestmögliche Diagnostik sowie Therapie bieten zu können,“ beschreibt Dr. Franz-Josef Schumacher seinen Ansatz. Weitere Themen sind Geschlechtskrankheiten und die Abklärung von Tumoren. 

Mit einer eigenen Spezialsprechstunde „Koloproktologie“ bietet das achtköpfige Ärzteteam von Dr. Schumacher den geeigneten Rahmen. Immer Montag, Dienstag und Donnerstag von 14.30 bis 16.00 Uhr, können sich Betroffene beraten lassen. Anmeldung und Terminvergabe unter 0201 6400-3181.

In seinem Fachbereich spielt die Vorsorge eine große Rolle. „Je früher, desto besser, bringt es ganz gut auf den Punkt“, meint Dr. Schumacher. So böte die Darmspiegelung eine echte Vorsorge - weil Krebsvorstufen erkannt und entfernt würden, noch bevor daraus ein Tumor entstehen könne.

Einmal im Jahr veröffentlicht das Nachrichtenmagazin eine Liste mit den in ihren Fachbereichen deutschlandweit führenden Ärzten. Die wichtigsten Kriterien sind dabei die Bewertungen der Fachkollegen und Empfehlungen der Patienten, des Weiteren zählen die wissenschaftlichen Arbeiten und Errungenschaften der Mediziner. Die Ärzte, die im deutschlandweiten Focus-Vergleich zu den empfehlenswertesten des Landes zählen, erhalten die Auszeichnung „Top-Mediziner 2020” für ihren jeweiligen Fachbereich, so auch Dr. Schumacher.

WAZ-Ankündigung

Vortrag zum Leisten- und Nabelbruch

Der Philippusstift bietet am Donnerstag, 5. September, einen Vortrag zu den Operationen und Behandlungsmöglichkeiten für Leisten- und Nabelbruch an. Die OP beim Leistenbruch gehört zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen und kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Bei einem Nabelbruch können auch Organe eingeklemmt werden, die eine Operation notwendig machen. Die wichtigsten Antworten und Fakten dazu liefert Oberarzt Dr. Thomas Rolfs. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Haus F des Philippusstiftes Borbeck, Hülsmannstraße 17. Anmeldung nicht erforderlich.

Lokalkompass Mai 2019
Dr. Franz-Josef Schumacher ist neuer Chefarzt der Chirurgischen Klinik am Philippusstift
 
Mann mit großen Plänen

In Borbeck angekommen: Chefarzt Dr. Franz-Josef Schumacher.
 

Er ist ein passionierter Fotograf, verbringt gern Zeit mit der Familie, beim Joggen im Wald und am Klavier. Und wenn der Zweitligist aus der Domstadt kickt, dann ist klar: Franz-Josef Schumacher drückt "seinem" FC ganz fest die Daumen. Doch seine Hobbies wird der 62-jährige Mediziner noch ein paar Jahre hintenanstellen müssen. Aktuell gehört sein ganzes Herzblut nämlich dem Aufbau der Klinik für Allgemeine und Spezielle Viszeralchirurgie am Philippusstift in Borbeck.

Seit dem 1. März ist Franz-Josef Schumacher dafür verantwortlich. Seine Aufgabe: Den Neubeginn der Klinik zu lenken. Denn in den letzten Jahren musste das Borbecker Haus ohne eigene Chirurgie auskommen. Die neue Aufgabe ist ganz nach dem Geschmack des gebürtigen Eifelers. Setzt das Klinikkonzept doch auf eine enge Vernetzung ambulanter und stationärer Versorgung. Die wird mit Blick auf die Pläne der Contilia als Trägergesellschaft wichtiger Bestandteil für die Gesundheitsversorgung der Menschen im Essener Norden.

Wechsel mit komplettem Team

Dabei kann der erfahrene Mediziner, der 22 Jahre als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Marien-Hospital in Oberhausen tätig gewesen ist, auf ein breites Netzwerk an Zuweisern zurückgreifen. Schumacher, der mit seinem kompletten Team von Ober- und Assistenzärzten sowie der Teamsekretärin aus der Nachbarstadt nach Borbeck gewechselt ist, hat große Pläne. Möglichst bald möchte er seine Klinik als Darmkrebszentrum nach Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert sehen.  

Der Liebe wegen ins Ruhrgebiet

Die Voraussetzungen, die er dafür an seiner neuer Arbeitsstätte vorfindet, sind optimal. "Wir haben am Philippusstift in modernste Videotechnik investiert", berichtet der Chefarzt, der direkt nach dem Studium an der Uni Bonn ins Ruhrgebiet gekommen ist. "Der Grund war meine heutige Ehefrau."
Mit der neuen Klinik am Phlippusstift kann in Borbeck das gesamte Spektrum der Allgemeinen-, Viszeral- und Speziellen Viszeralchirurgie abgedeckt werden. "Dazu zählen Erkrankungen des gesamten Bauchraums von der Speiseröhre über die Schilddrüse bis hin zum Dickdarm beziehungsweise Rektum", so Schumacher.

Patienten erfahren alles aus einer Hand

Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit bilden Tumoroperationen. Auf regelmäßigen Tumorkonferenzen werden die Fälle mit Kollegen aus der Gastroenteorolie, der Onko- und Radiologie sowie der Pathologie vorgestellt, die weitere Behandlung interdisziplinär abgestimmt. "Für die Patienten eine große Erleichterung", weiß Schumacher aus Erfahrung. Sie bekommen direkt Informationen über geplante Anschlusstherapien sowie Anlaufstellen wie die Krebsberatung, wo sie Hilfestellung bei sozialrechtlichen Problemen sowie psychoonkologische Unterstützung erhalten.

Wöchentliche Spezialsprechstunde

Zweimal in der Woche bietet das Klinikteam eine Spezialsprechstunde für alle Erkrankungen der Koloproktologie an. Patienten können sich diesbezüglich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.
Fünf Jahre Aufbauarbeit wird der neue Chefarzt am Phlippusstift leisten. Dann soll die Chirurgie nach Plänen der Contilia in den Neubau des Marienhospitals in Altenessen ziehen. Das Phlippusstift wird dann zum Gesundheits-Quartier. Alle stationären Bereiche wandern mit ins neue zentrale Haus. "Die Voraussetzungen, die wir dann da vorfinden, sind mit denen in den alten Gebäuden nicht vergleichbar", ist sich Schumacher schon jetzt sicher.