WAZ-Ankündigung

Vortrag zum Leisten- und Nabelbruch

Der Philippusstift bietet am Donnerstag, 5. September, einen Vortrag zu den Operationen und Behandlungsmöglichkeiten für Leisten- und Nabelbruch an. Die OP beim Leistenbruch gehört zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen und kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Bei einem Nabelbruch können auch Organe eingeklemmt werden, die eine Operation notwendig machen. Die wichtigsten Antworten und Fakten dazu liefert Oberarzt Dr. Thomas Rolfs. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Haus F des Philippusstiftes Borbeck, Hülsmannstraße 17. Anmeldung nicht erforderlich.

Lokalkompass Mai 2019

Dr. Franz-Josef Schumacher ist neuer Chefarzt der Chirurgischen Klinik am Philippusstift
 
Mann mit großen Plänen

In Borbeck angekommen: Chefarzt Dr. Franz-Josef Schumacher.
 

Er ist ein passionierter Fotograf, verbringt gern Zeit mit der Familie, beim Joggen im Wald und am Klavier. Und wenn der Zweitligist aus der Domstadt kickt, dann ist klar: Franz-Josef Schumacher drückt "seinem" FC ganz fest die Daumen. Doch seine Hobbies wird der 62-jährige Mediziner noch ein paar Jahre hintenanstellen müssen. Aktuell gehört sein ganzes Herzblut nämlich dem Aufbau der Klinik für Allgemeine und Spezielle Viszeralchirurgie am Philippusstift in Borbeck.

Seit dem 1. März ist Franz-Josef Schumacher dafür verantwortlich. Seine Aufgabe: Den Neubeginn der Klinik zu lenken. Denn in den letzten Jahren musste das Borbecker Haus ohne eigene Chirurgie auskommen. Die neue Aufgabe ist ganz nach dem Geschmack des gebürtigen Eifelers. Setzt das Klinikkonzept doch auf eine enge Vernetzung ambulanter und stationärer Versorgung. Die wird mit Blick auf die Pläne der Contilia als Trägergesellschaft wichtiger Bestandteil für die Gesundheitsversorgung der Menschen im Essener Norden.

Wechsel mit komplettem Team

Dabei kann der erfahrene Mediziner, der 22 Jahre als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Marien-Hospital in Oberhausen tätig gewesen ist, auf ein breites Netzwerk an Zuweisern zurückgreifen. Schumacher, der mit seinem kompletten Team von Ober- und Assistenzärzten sowie der Teamsekretärin aus der Nachbarstadt nach Borbeck gewechselt ist, hat große Pläne. Möglichst bald möchte er seine Klinik als Darmkrebszentrum nach Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert sehen.  

Der Liebe wegen ins Ruhrgebiet

Die Voraussetzungen, die er dafür an seiner neuer Arbeitsstätte vorfindet, sind optimal. "Wir haben am Philippusstift in modernste Videotechnik investiert", berichtet der Chefarzt, der direkt nach dem Studium an der Uni Bonn ins Ruhrgebiet gekommen ist. "Der Grund war meine heutige Ehefrau."
Mit der neuen Klinik am Phlippusstift kann in Borbeck das gesamte Spektrum der Allgemeinen-, Viszeral- und Speziellen Viszeralchirurgie abgedeckt werden. "Dazu zählen Erkrankungen des gesamten Bauchraums von der Speiseröhre über die Schilddrüse bis hin zum Dickdarm beziehungsweise Rektum", so Schumacher.

Patienten erfahren alles aus einer Hand

Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit bilden Tumoroperationen. Auf regelmäßigen Tumorkonferenzen werden die Fälle mit Kollegen aus der Gastroenteorolie, der Onko- und Radiologie sowie der Pathologie vorgestellt, die weitere Behandlung interdisziplinär abgestimmt. "Für die Patienten eine große Erleichterung", weiß Schumacher aus Erfahrung. Sie bekommen direkt Informationen über geplante Anschlusstherapien sowie Anlaufstellen wie die Krebsberatung, wo sie Hilfestellung bei sozialrechtlichen Problemen sowie psychoonkologische Unterstützung erhalten.

Wöchentliche Spezialsprechstunde

Zweimal in der Woche bietet das Klinikteam eine Spezialsprechstunde für alle Erkrankungen der Koloproktologie an. Patienten können sich diesbezüglich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.
Fünf Jahre Aufbauarbeit wird der neue Chefarzt am Phlippusstift leisten. Dann soll die Chirurgie nach Plänen der Contilia in den Neubau des Marienhospitals in Altenessen ziehen. Das Phlippusstift wird dann zum Gesundheits-Quartier. Alle stationären Bereiche wandern mit ins neue zentrale Haus. "Die Voraussetzungen, die wir dann da vorfinden, sind mit denen in den alten Gebäuden nicht vergleichbar", ist sich Schumacher schon jetzt sicher.